LEITARTIKEL DES AUTORS 01/05/2002
EINE HERAUSFORDERUNG FÜR DIE EUROPÄISCHE UNION(2)


Eine andere Welt ist möglich

Die Konferenz von Monterrey
Europäischer Entwicklungsfonds

Die Konferenz von Monterrey

Zur Konferenz von Monterrey kann nur wenig gesagt werden, da es ein Forum der reinen Selbstdarstellung, mit kalkulierter Rhetorik, Geschrei und vielen Versprechen fernab von jeder Realität war. Das wirkliche Ergebnis der Treffen von Staats- und Regierungschefs bestand in Bezeugungen des guten Willens, die Vergabe von Almosen mit einigen Erhöhungen fortzusetzen, um die Armen zum Schweigen zu bringen. Im Vorfeld dieser Konferenzen wird Hoffnung gesät, geerntet wird jedoch Ernüchterung, Schmerz und Hass. Die einzigen konkreten Beschlüsse lagen darin, dass man innerhalb einer Agenda mit vielen Terminen weiterarbeiten wollte, um finanzielle Formeln für die Hilfe für die armen Länder herauszuarbeiten.

Europäischer Entwicklungsfonds

Dieser Fonds ist ein Vorschlag, der den zwölf Ländern Polen, Rumänien, Slowakei, Bulgarien, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, Zypern und Malta gemacht wird, damit diese Länder kurzfristig der EU beitreten können, als Antwort auf den folgenden Pressekommentar, der zur Zeit des EU-Gipfels von Barcelona abgegeben wurde:

"Es wird eingestanden, dass in den nächsten Monaten der Zeitplan zur Erweiterung Europas nach Osten scheitern kann."

Es gibt Indizien, die diese Prognose untermauern. Meiner Meinung nach sollten diese zwölf Länder nicht darauf warten, dass ihnen die EU die Tore öffnet, um ihre Wirtschaft zu reaktivieren und die Arbeitslosigkeit zu verringern, sondern sie sollten unverzüglich gemeinsam arbeiten und das Wohnungsbauprojekt starten, das ich auf dieser Website darstelle. Solidarität bei der Erlangung gemeinsamer Ziele, die durch Arbeit erreicht werden, als Gegensatz zu den verschleierten Gegensätzen nationaler Interessen, von denen die Organisation der fünfzehn Mitgliedsstaaten geprägt wird.

Die europäische Integration der Kandidaten, die eine Einheit bilden, ist immer zu begrüßen, es geht aber hierbei nicht darum, geduldig und regungslos jahrelang zu warten, bis man an dieser Integration beteiligt wird, wenn die Initiative ergriffen werden kann und das Projekt zum massiven Bau von selbstfinanzierten Wohnungen in Angriff genommen und so die Integration in die Europäische Union vorangetrieben werden kann.

Eine Herausforderung für die Europäische Union lautet die zweite Überschrift meines Buches Der Dritte Weg, das Anfang 1999 herausgegeben wurde und mein Projekt des Baus von Wohnraum zum Nullkostenpreis und der massiven Schaffung von Arbeitsplätzen enthält. Ich zeigte analog zu dieser Website darin mit finanzmathematischen Berechnungen auf, dass die einzige Form zur Schaffung wirtschaftlicher Ressourcen in Höhe von Milliarden Euro ohne Verschuldung durch eine Verwirklichung des Wohnungsbauprogramms gelingen kann, wodurch dem Mangel an Wohnraum ein Ende gesetzt werden kann. Die zur Verfügung stehenden Mittel werden in soziale Versorgungsprogramme, Infrastruktur, Forschung und Entwicklung sowie in die Gründung von Unternehmen mit gemischter Beteiligung zwischen Kapital und Arbeit (auf Grundlage des beschriebenen Gesellschaftsvertrags) investiert, um große Projekte und die Finanzierung der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) als Unternehmen mittleren Typs zu ermöglichen.

Die Europäische Union stellte die Agenda 2000 auf, die den Fahrplan für die Integration der mittel- und osteuropäischen Kandidaten aufstellte. In meinem Buch deutete ich an, dass ein Teil der durch mein Projekt generierten Mittel dazu verwendet werden könnte, die Eingliederung dieser Länder zu erleichtern, indem er zur Deckung der Ausgaben verwendet würde, die in die Gemeinschaftshaushalte eingeschlossen werden müssten. Mein Vorschlag lautete wie folgt:

"AGENDA 2000. Beim nächsten Treffen der Vertreter der Mitgliedsstaaten kann es einerseits zwischen den Ländern, die ihre Beiträge zum EU-Haushalt als zu hoch erachten, und andererseits den Ländern, die weiterhin EU-Hilfen in gleicher Höhe erhalten wollen, zu Spannungen kommen. "Der Dritte Weg" enthält den Vorschlag, einen Teil der durch die nationalen Wohnungsbauprogramme geschaffenen Rücklagen darauf zu verwenden, beiden Positionen entgegenzukommen und die jeweiligen Länder zufrieden zu stellen. Diese Wohnungsbauprogramme können ebenfalls Mittel schaffen, um den Kandidaten den Beitritt zur EU zu ebnen, sie können sich sogar dem Makro - Projekt anschließen." (Ich bezog mich auf den massiven Bau von Wohnungen)

Mein Vorschlag beinhaltete den stillschweigenden Vorschlag, dass die Beitrittskandidaten ihre passive Wartehaltung in eine Haltung der aktiven Mitarbeit änderten und dadurch ihr Beitritt zur EU mit einer verminderten Abhängigkeit geschehen würde. Dies ist nunmehr drei Jahre her, und die Beitrittsländer warten weiter, passen sich an die Maastricht-Kriterien an und ordnen sich den jeweiligen Einzelinteressen der Mitgliedsstaaten unter. Spannungen, Misstrauen und Zweifel bestehen weiter fort, mir ist allerdings nicht bekannt, wie intensiv. Mir ist aber durchaus bekannt, dass beim Gipfel von Barcelona, der vor kurzem stattgefunden hat, Ideen und Kommentare an die Oberfläche gekommen sind, die Beachtung verdienen. Es folgen einige Medienzitate über das Thema:

"Die Angst der Beitrittskandidaten besteht darin, dass die Europäische Union dem Beitritt einer Gruppe von Ländern misstrauisch gegenübersteht, die ärmer als der aktuelle europäische Durchschnitt ist, und dies kann den Prozess erschweren. Wenn die Kandidaten Mittel- und Osteuropas auf einen Schlag beiträten, würde das Territorium der Gemeinschaft um 34 Prozent erweitert, die Einwohnerzahl auf 500 Millionen erhöht, das Bruttoinlandsprodukt der Gemeinschaft stiege aber nur um 5 Prozent. Das Pro-Kopf-Einkommen fiele um 16 Prozent. Als Spanien und Portugal der EU beitraten, fiel das europäische Durchschnittseinkommen um 6 Prozent."

"Die Erweiterung kann Stabilität exportieren, aber auch Instabilität importieren."

"Die deutsche Regierung hat vor der großen Debatte gewarnt, die der EU hinsichtlich der inneren Verwaltungsreform, der Subventionspolitik der Landwirtschaft und der Kohäsionsfonds bevorsteht. Berlin kündigte an, dass es seine nationalen Interessen mit Nachdruck verteidigen werde. Eine große Debatte der nächsten Jahre über die Reform der Agrarpolitik und eine Anpassung der Kohäsionsfonds an die durch die Erweiterung entstehenden Bedürfnisse unter Beachtung der Kosteneinsparung. Die Eingliederung neuer Mitgliedsstaaten erfordert einen schrittweisen Übergang der Fondszuwendung zu ihren Gunsten, den Rückgang und sogar die Einstellung von Subventionen für diejenigen Länder, die sie jetzt erhalten."

"Die deutsche Regierung scheint entschlossen, ihren nationalen Interessen ohne jegliche Komplexe Nachdruck zu verleihen." Der Bundeskanzler bestätigte, dass die Finanzierungspläne der Agenda 2000 bis zum Jahre 2006 gelten, er machte aber klar, dass sich die Philosophie ändern müsste."

Diese Zitate lassen folgende Schlussfolgerungen zu:

1. Der EU-Beitritt der 12 Kandidaten ist eine langfristige Angelegenheit.

2. Im Jahre 2000 wurde der Haushalt der Gemeinschaft bis 2006 verabschiedet, wobei die Menge der Kohäsionsfonds, der neuralgische Punkt für den Ausgleich der Mitgliedsbeiträge, festgelegt wurde. Der Beitritt von zwölf neuen Ländern bringt eine Umverteilung des genannten Ausgleichs für die nächste Haushaltsperiode mit sich, es ist also anzunehmen, dass die Erweiterung ab 2006 stattfindet. Dies bedeutet vier weitere Jahre Wartens und wenig Hoffnung darauf, dass es einen gemeinsamen Beitritt geben wird.

3. Der Vertrag von Maastricht legte fünf Konvergenzkriterien für alle Länder fest, die Teil der Europäischen Union sein wollen. Die Kriterien gelten für Inflation, Zinssätze, Geldstabilität, öffentliches Defizit und Staatsverschuldung. Die durchschnittliche Inflationsrate von zehn Beitrittskandidaten beträgt 5,9 Prozent. Von den beiden verbleibenden Ländern hat eine Land eine übermäßige Inflationsrate; die des anderen Landes liegt bei 3,4 Prozent.

4. Die Arbeitslosenquote ist in 6 Ländern zweistellig, das Maximum liegt hierbei bei 18, das Minimum bei 13 Prozent. In den weiteren 6 Ländern schwankt die Arbeitslosenzahl zwischen 8,8 und 3, 4 Prozent.

Diese Daten belegen, dass die zwölf Beitrittskandidaten weit davon entfernt sind, die Maastricht-Kriterien zu erfüllen. Während sie auf die Gelegenheit warten, der EU als mit vollen Rechten ausgestatte Mitglieder beizutreten, müssen sie innere Veränderungen durchsetzen und wirtschaftliche Schocktherapien anwenden. Kann eine Schocktherapie angewendet werden, die kollektiv akzeptiert wird? Ich glaube, dass dies möglich ist, wenn diese 12 Länder eine zeitweilige Gemeinschaft bilden, um ein neues Wirtschaftsmodell in einem konkreten Sektoren umzusetzen, und dies frei von politischen Interessen und nach den Bedürfnissen des jeweiligen Landes. Das letztendliche Ziel besteht darin, dass sie der EU gemeinsam durch eigene Verdienste beitreten und ihnen nicht mehr das Etikett der "armen Länder" anhaftet.

Auf dieser Website (S. 15) schreibe ich über die EU: Es kann auch nicht gesagt werden, dass es eine Wirtschaftseinheit darstellt, da diese die Summe des heterogenen Gesamten ist. Der europäische Zusammenhalt muss in der Bildung eines einzigen Wirtschaftsblocks gesucht werden, der kein allgemeines Gebilde sein kann, das sich aus Industrie, Landwirtschaft und Fischfang oder durch Wirtschaftsprodukte konkreter geografischer Gebiete zusammensetzt, da dieses Gebilde von den nationalen Unterschieden, die Ausschlusscharakter besitzen, gestört werden würde. Es muss sich also um ein neu zu schaffendes besonderes Sektorengefüge handeln, das durch einen gemeinsamen Anstoß in einem Güterzweig des Allgemeinbedarfs neu entsteht, der erwünscht und langfristig ist, neu bewertet wird und übertragbar ist.

Dieser Sektorenzweig muss meiner Ansicht nach die Industrie zur Errichtung selbstfinanzierten Wohnraums sein.

Es ist offensichtlich, dass die 12 Beitrittsländer ebenfalls keine wirtschaftliche Einheit bilden, aber es steht auch fest, dass sie, um die wirtschaftliche Lage ihrer jeweiligen Bürger zu verbessern, diese Einheit erlangen können, indem sie alle ihre Kräfte auf einen Sektoren richten, der die in den beiden vorhergehenden Absätzen genannten Bedingungen erfüllt. Diese Länder können ohne Probleme einen zeitweiligen Nationenverband bilden und einen Europäischen Entwicklungsfonds bilden, um hauptsächlich den gesamten Wohnraum zu errichten, der in den 12 Ländern benötigt wird, wobei Arbeit und Selbstfinanzierung geteilt werden. Der Eintritt in die EU wäre das unabweisliche Ziel, die Initiative hierzu die notwendige Vorbedingung zur Entwicklung, solange der Beitritt zur Europäischen Union noch nicht vollzogen ist. Ich habe keine Zweifel daran, dass die Erfahrung dieser Länder sich in ein Modell und Beispiel dafür bilden würde, dass die fünfzehn Staaten, aus denen die EU zur Zeit besteht, ebenfalls einstimmig das Projekt annehmen oder dies nur die überzeugten Länder tun.

Die Frage, die aufkommt, besteht darin, ob es sich um ein reales Projekt oder um eine Fata Morgana handelt. Es wird behauptet, dass die Mathematik die Grundlage des Lebens bildet. Ich bin mir nicht sicher, ob dies stimmt, bin mir aber absolut sicher, dass die Durchführbarkeit dieses Europäischen Entwicklungsfonds, den ich den 12 Ländern, welche den Nationenverband bilden würden, vorschlage, keine reine Möglichkeit sondern eine durch die Mathematik gestützte Realität ist. Ob dieses Projekt akzeptiert wird oder nicht, hängt nicht von mir ab, aber es kann nie als Utopie abgetan werden. Die beste Jury sind die 12 Länder, denen ich das Projekt wie der EU-Spitze darlege und erläutere. Der Unterschied zwischen beiden Gruppen wird nur darin bestehen, wie sie das Projekt aufnehmen, wohl sehr unterschiedlich zu denen, die vor den Notwendigkeiten jener Länder geschützt sind, die bei ihrem Eintritt als arme Länder angesehen werden.

Der Vorschlag ist eindeutig: Es sollen alle benötigten Wohnungen durch Selbstfinanzierung errichtet werden, wobei anfänglich massenhaft Arbeitsplätze und Geldmittel ohne Verschuldung geschaffen werden, die für Bildung, soziale Versorgung und besonders zur Unterstützung von Familien eingesetzt werden.

Das Projekt ist weder durch Umstände bedingt noch ist es ein Notfallplan, mit dem vorübergehende Notsituationen gelöst werden sollen. Es ist kein politisch gesehen opportunistisches Projekt, sondern ein Wirtschaftsprojekt, durch das eine neue Wirtschaft geschaffen werden soll, die sich auf Arbeit und auf Sozialschutz stützt. Es wird nicht mit zufälligen hypothetischen Argumenten spekuliert, als ob es sich um eine Lotterie handeln würde. Das Projekt stützt sich auf eine reale Verhältnismäßigkeit. Wenn der Beginn gleich Null ist, ist das Ergebnis ebenfalls gleich Null, wenn der Beginn gleich Eins ist, entspricht das Ergebnis auch gleich Eins für ordentliche und finanzielle Rücklagen und für Restbeträge. Wenn der Beginn 100 ist, erhält man Ergebnisse in gleicher Proportion. Wir müssen mit positiven Zahlen beginnen, also Wohnraum auf Nachfrage errichten. Wir werden nie dazu kommen, errichteten Wohnraum anzubieten, da dies nicht dem gedachten Finanzschema entsprechen würde. Wenn ich im Beispiel meiner Website die Ergebnisse erläutere, die durch den Bau von 500 Wohnungen erzielt werden, gehe ich davon aus, dass ich auch 500 sichere Anfragen erhalten habe. Nur so kann die Ausgabe von Schuldverschreibungen anhand sicherer Daten geplant werden.

Diesem Schema folgend stelle ich die Finanzressourcen vor, welche die zwölf Beitrittsländer für die Entwicklung ihrer Wirtschaft erarbeiten können. Hierbei verweise ich die Leserinnen und Leser auf die übrige Website, um Schritt für Schritt zu untersuchen, wie die Resultate erzielt werden. Hier wiederhole ich nur die Grundvoraussetzungen für das Programm und die Endergebnisse. Zunächst müssen aber zwei Dinge geklärt werden:

1. Die 12 Beitrittsländer haben gesamt über 100 Millionen Einwohner.

2. In dieser Vorabstudie gehe ich davon aus, dass für die betreffenden zwölf Länder 5 Millionen Wohnungen gebaut werden, die je nach den Bedürfnissen der jeweiligen Bevölkerung verteilt werden. Die Kritik, dass es sich um zu viele oder zu wenige Wohnungen handele, ist überflüssig, denn ich weise darauf hin, dass das Bauprogramm sich streng nach eingegangenen Kaufverpflichtungen richtet. Neben weiteren Vorteilen sind die Rückzahlungsfristen lang und die Zinsen günstig.
Damit die zwölf Beitrittskandidaten das Projekt durchführen können, gibt es keine politischen Vorbedingungen, da sie unnötig sind. Sie werden auch keine Verhandlungen führen müssen, da es nichts zu verhandeln gibt. Es ist ausreichend, dass die Koordinationsabkommen für die gemeinsame Arbeit unterzeichnet werden. Jedes Land baut so viele Wohnungen, wie es benötigt, und entwirft in Abhängigkeit hiervon die Arbeitspläne für das Landesgebiet, wobei es seinen Anteil der Mittel, die von den zwölf Ländern in gemeinsamer Arbeit erwirtschaftet werden, verwaltet. Die Europäische Union wird an der Ausführung eines zwar kollektiven, doch um der Glaubwürdigkeit willen individualisierten Programms beteiligt. Es besteht eine kollektive Verantwortung hinsichtlich der durch die Ausgabe der Schuldscheine eingegangenen Verpflichtungen, die durch Arbeit von zwölf Ländern garantiert werden.

Die grundlegenden Parameter, die für den Bau und den Verkauf von Wohnungen verwendet werden, sind folgende:

Der Bau wird von den Staaten angetrieben. Der gewerbliche Gewinn des Wohnungsbaus wird auf 30 bis 40 Prozent gegenüber Grundstücks- und Baukosten geschätzt. Von diesem Gewinn erhält der Staat 12% gegenüber dem Verkaufspreises berechnet. Der Gewinnverlust der Bauunternehmen wird durch Zuwächse der Bauverträge und die praktische Annullierung von Ausgaben kompensiert, da der Staat ohne Verzögerung bei der Aushändigung des Bauzertifikats zahlt.

Der Verkaufspreis wird von den Marktpreisen bestimmt. Der Quadratmeterpreis wird für Wohnungen mit 100 m2 Fläche mit 1200 Euro angesetzt. Es können auch Wohnungen mit 80 m2 und 60 m2 gebaut werden. Der Kostenpreis entsprich also dem Verkaufspreis abzüglich 12 Prozent, was 1056 Euro entspricht. Diese Preise sind je nach Land, Gebiet und Marktbedingungen unterschiedlich.
Kaufbedingungen: Anfangszahlung in Höhe von 15 %, der Rest wird über einen Zeitraum von 30 Jahren mit einem unveränderlichen Hypothekenzins von 6,75 % zurückgezahlt. Diese Zinsen enthalten die Prämie für eine Lebensversicherung des Wohnungsbesitzers und verschiedene Familienhilfen je nach Anzahl der Kinder.
Auf dieser Website können Sie die jeweiligen Berechnungen hierzu überprüfen.

Die Finanzsequenz sieht wie folgt aus:

1. Bestimmung der Anzahl der unterzeichneten Kaufverträge. Sie bestimmen die Anzahl der zu errichtenden Wohnungen.

2. Berechnung der Höhe der von den Käufern geleisteten Vierteljahreszahlungen.

3. Genaueste Berechnung der Schuldverschreibungen, die zu einem Zins von 7 % herausgegeben werden, deren dreimonatlich erfolgende Rückzahlung mit den Zahlungen der Käufer zusammenfallen. Auf diese Weise werden die Verbindlichkeiten, die wir durch die Ausgabe der Schuldverschreibungen erhalten, mit den Zahlungseingängen bezahlt. Der Nettobetrag der Ausgabe, der zum Bau der Wohnungen verwendet wird, führt zu einem Überschuss zu Gunsten des Staates, der als ordentliche Rücklage frei zur Verfügung steht. In Zahlen ausgedrückt heißt das:

Angaben in Milliarden Euro

Verkaufswert von 5 Millionen Wohnungen 600
Anfangsquote 15% 90
Finanzierung über 30 Jahre zu 6.75% 510

Nötige Ausgabe von Schuldverschreibungen über 30 Jahre zu 7 % 497,206

Zahlungen an die Baufirmen inklusive Gewinn 528

Zum Bau benötigte Mittel
Zahlungen an die Baufirmen 528
Plus 2% auf Verkaufspreis als Verwaltungsaufwand 12
Abzüglich der durch Anfangsquoten eingehende Zahlungen 90
Gesamtinvestition 450

Einnahmen durch Ausgabe von Schuldverschreibungen 497
Bauausgaben 450
Ordentliche Rücklagen des Baus von
5 Millionen Wohnungen zum Nullkostenpreis für
die 12 Beitrittsländer 47,206 Euro

pro Wohnung: 9.941 Euro

Steuerharmonisierung

Durch die Steuerpolitik werden Zinsen als Kapitalerträge besteuert. Die Abgabenhöhe ist je nach Land unterschiedlich, und eines Tages wird die Europäische Union eine Harmonisierung durchführen, bei der ein Abgabensatz für die ganze Eurozone festgelegt wird.

Für die in der Bauphase ausgegebenen Schuldverschreibungen wird ein Jahreszins in Höhe von 7 % gezahlt, auf den ein Steuerrückhalt angewendet wird. Wenn die Schuldverschreibungen von der EU herausgeben würden, müssten die Mitgliedsstaaten sich vorher einigen, da bisher in jedem Land die Abgabe unterschiedlich hoch ausfällt. In Spanien beträgt sie 18 %. In der theoretischen Union der zwölf Beitrittskandidaten existiert dieses Problem nicht, da es sich um Schuldverschreibungen mit speziellen Eigenschaften hinsichtlich ihres Ursprungs und ihrer Verwendung handelt und für die der Steuerrückbehalt gesondert festgelegt werden kann. 12 % ist dafür angemessen, dass die Investition in Schuldverschreibungen 6,16 % netto bringt.
Dies ist ein theoretischer Mindestertrag. Dieses Projekt strebt rentable und sichere Investitionen in Schuldverschreibungen an, die bis zur Rückzahlung nicht variieren. Die Schuldverschreibungen werden mit dreimonatigen Zinszahlungen und einer Rückzahlung über 30 Jahre mit einer 50 % igen steuerfreien Prämie ausgeben, was eine jährliche Zuwachsrate des Nominalwerts von 1,66 % bedeutet.

Dies sind feste, unabänderliche und neue Konditionen auf dem Wertpapiermarkt.

Finanzrücklagen.

Wenn wir uns mit den Ordentlichen Rücklagen zufrieden geben, so haben wir ein System genutzt, das den Bau von Wohnraum ohne jegliche Investition ermöglicht und zu einem Gewinn von 9.941 Euro pro Wohnung führt. Es wäre aber nicht zu verzeihen, wenn wir das Potential kostenfreier Ressourcen, das wir in der Hand haben, außer Acht ließen. Es wäre unverzeihlich und absurd, wenn wir ein wirtschaftliches Instrument, mit auf der Grundlage von Wohnungsbauprogrammen Reichtum geschaffen und verteilt sowie Arbeitsplätze angeboten werden können, ablehnen würden. Wenn die gesamte Bürokratie der Europäischen Union nicht zu schätzen wusste, was ich im Dritten Weg dargestellt habe, so vertraue ich darauf, dass die 12 Beitrittskandidaten hierfür empfänglicher sind.

Um die folgenden Zahlen zu überprüfen, sehen Sie sich den Inhalt dieser Website an und multiplizieren Sie die für die Ordentlichen Rücklagen, die Finanzrücklagen und die Restbeträge angegebenen Werte mit 10.000. Die vorigen Angaben erfolgten für 500 Wohnungen, hier gelten sie für 5 Millionen.

Die ordentlichen Rücklagen erhält man durch den Bau von fünf Millionen Wohnungen, für die Schuldverschreibungen im Wert von 497.206 Euro ausgegeben werden müssen.

Hierfür gelten folgende Zahlen:
Angaben in Milliarden Euro

Zu 7 % ausgegebene Schuldverschreibungen. Laufzeit 30 Jahre 497.206
Für 120 Vierteljahreszeiträume gezahlte Zinsen 1.044.133
Rückbehalt 12 % 125.296
Rückbehalt von 12 % pro Vierteljahr 1.044

Ich verweise auf das bereits Gesagte auf dieser Website. Diese Steuern, mit denen die Zinserträge belastet werden, dürfen nicht als normale Einnahmen angesehen werden und aus den dargestellten Gründen nicht in die Haushalte aufgenommen werden. 30 Jahre lang verfügt jedes Land über vierteljährliche Einnahmen, die von der Ausgabe von Schuldverschreibungen zum Bau der Wohnungen herrühren. Es handelt sich um verfügbare Nettoeinnahmen. Sie werden für ein konkretes Ziel verwendet: Sie werden als eine Rückzahlungsquote für eine neue Ausgabe von Schuldverschreibungen verwendet. Der berechnete Nominalwert dieser zweiten Ausgabe beträgt 52, 224 Milliarden Euro.
Im Unterschied zur ersten Ausgabe von 497,206 Milliarden Euro, die für den Bau verwendet wurden, stehen diese 52, 224 Milliarden Euro für nationale Projekte zur Verfügung. Sie stellen keine direkte Verschuldung dar, weil sie mit den Steuerrückbehalten der ersten Ausgabe bezahlt werden, die wiederum regelmäßig von den Wohnungskäufern zurückbezahlt wird. Durch das gleiche Verfahren erhalten wir eine dritte Ausgabe im Wert von 5,485 Milliarden Euro, die frei investiert werden können. Wenn wir die zweite und die dritte Ausgabe zusammenfassen, erhalten wir Einkünfte in Höhe von 52,224 + 5,485 = 57,709 Milliarden Euro als Finanzrücklagen, dies entspricht 11.542 Euro pro errichteter Wohnung.

Restbeträge

Auf meiner Website erläutere ich, was die Restbeträge sind, wie sie investiert werden und wie sie kapitalisiert werden. Von den zwei Teilen, aus denen die vierteljährliche Rückzahlungsquote der Schuldverschreibungen besteht - Zinsen und Teilrückzahlung des Kapitals - zahlen wir nur die Zinsen und behalten das zurückzuzahlende Kapital ein, wodurch wir über Restbeträge (Einnahmen) bei jeder der drei Ausgaben von Schuldverschreibungen verfügen. Dies sieht wie folgt aus:

Vierteljährliche Restbeträge in Milliarden Euro
Ausgaben
Erste Ausgabe 1.239,6
Zweite Ausgabe 130,2 Dritte Ausgabe 13,6
Gesamt................................1.383,4

Dies bedeutet: Durch jede Wohnung werden vierteljährlich 276, 6 Euro als Restbetrag generiert, der für kapitalisierbare Investitionen verwendet wird, um den Nennwert der ausgegebenen Schuldverschreibungen zu reproduzieren.
Zusammenfassung:

Bau von 5 Millionen Wohnungen zum NULLKOSTENPREIS

Generierung von Finanzressourcen ohne Verschuldung Angaben in

Milliarden Euro
Ordentliche Rücklagen 47.206
Finanzrücklagen 57.709
Vierteljährliche Restbeträge 1.383
Restbeträge über 120 Vierteljahreszeiträume 165.960

Es stellen sich zwei Fragen: Was kann mit so viel Geld getan werden? Kann solch eine große Geldmenge geschaffen werden?

Die Antwort auf die erste Frage antwortet: Den Wohnraumbedarf decken und die Arbeitslosigkeit in Angriff nehmen. Arbeit zu haben stimuliert den Konsum und die wirtschaftliche Aktivität. Die soziale Versorgung kann verbessert werden, und es kann ein solider Rentenplan aktiviert werden. Bei der Schaffung neuer Unternehmen kann der von mir beschriebene Gesellschaftsvertrag umgesetzt werden, damit die Arbeitnehmer zu 50 % Miteigentümer der Unternehmen werden. Ein Anteil von 2 bis 5 Prozent kann für Entwicklungsländer bestimmt werden. Investition in Infrastruktur. Mittelzuweisungen für die Forschung.
Hinsichtlich der zweiten Frage untersuche ich neben den genannten Kriterien der Rentabilität und Sicherheit der auszugebenden Fonds die Information der Wertpapiermärkte, die in Barcelona am 11. April 2002 über nationale und internationale Investmentfonds veröffentlicht wurde. Ich stelle Folgendes fest:
Nationale Fonds 706
Erträge:
Negativerträge 475
Unter 1 % 156
Von 1 bis 4 % 39
Von 4 bis 4 % 15
Über 7 % 21
Ausländische Fonds 44
Erträge:
Negativerträge 18
Unter 1 % 7
Von 1 bis 4 % 11
Von 4 bis 7% 3
Über 7 %

Wie viele Billionen erreichen die Depots dieser 750 spanischen Investmentfonds?

Auf meiner Website "Willkommen zum Dritten Weg", die ich 1996 veröffentlichte (Sucheingabe in Google: Web Montaner) legte ich die Information so aus, dass die ersten 20 Investmentfonds über 20 Billionen Peseta lieferten und die Spareinlagen der ersten 30 Sparkassen 31 Billionen Peseta betrugen, wobei die Banken außer Acht gelassen werden. Und dies allein in Spanien. Ohne zu optimistisch zu sein kann gesagt werden, dass die Sicherheits- und Rentabilitätsbedingungen bestehen, um die Ausgabe der Schuldverschreibungen zum Wohnungsbau zu decken. Im gegenteiligen Fall können wir zumindest zum Nullkostenpreis Wohnungen errichten und über die ordentlichen Rücklagen verfügen. Ich stelle noch eine weitere Frage: Wie viel betragen die Spareinlagen der zwölf Beitrittsländer in Investmentfonds, Sparkassen und Banken?

Wenn die zwölf Beitrittskandidaten mein Projekt zum Bau von selbstfinanzierten Wohnungen beschließen, werde ich andererseits noch erklären, wie zusätzliche Finanzressourcen ebenfalls ohne Verschuldung freigesetzt werden können, um Wohnungen zu errichten, die zu günstigen Konditionen gemietet werden können und deren Mieter nach 15 Jahren die Besitzurkunde überreicht wird. Dies ist für die wirtschaftlich schwächeren Bevölkerungsschichten gedacht.

Hinsichtlich der Kanalisierung von Finanzen der zwölf Mitgliedsstaaten bei Ausführung meines Projekts zitiere ich einen anderen Kommentar des Europäischen Rates von Barcelona:

"Die fünfzehn EU-Staaten entschließen sich, die Schaffung einer Europäischen Mittelmeerbank auf 2004 zu verschieben. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Finanzhilfen für die Länder des südlichen Mittelmeergebietes über eine Kreditlinie der EIB kanalisiert." (Europäische Investitionsbank)

Logischerweise rufen die zwölf EU-Kandidaten, da sie an keine Fristen und vorhergehende Übereinkünfte gebunden sind, unmittelbar die Mittel- und Osteuropäische Investitionsbank ins Leben, um die Finanzoperationen zu kanalisieren und das Wohnungsbauprojekt und die Ausgabe von Schuldverschreibungen in Angriff zu nehmen. Jedes Land verfügt über vorher festgelegte Rechte.

Die zwölf EU-Kandidaten könnten bei der Erreichung gemeinsamer Ziele durch Arbeit beispielgebend sein und einen Gegensatz zum verschleierten Aufeinanderprallen nationaler Interessen bilden. Es gibt nur ein gemeinsames Ziel: Arbeiten, um Wirtschaftsergebnisse zu erreichen und zu konsolidieren, da politische Interessen nicht mehr vorhanden sind. Die Werte der Arbeit gewinnen gegenüber einer passiven und verwässerten Politik an Bedeutung.

Zuletzt möchte ich noch einmal ein Medienzitat über den Gipfel von Barcelona anbringen:

"Die Türkei und Russland sind weitere Aufgaben. Die Erweiterung der EU wird dazu führen, dass sie an instabile Regionen grenzen wird. Der Ausschluss der Türkei und Russlands fordert die EU-Bürger dazu auf, über ihre Grenzen zu schauen."

Könnte dieses Zitat nicht Russland und die Türkei dazu motivieren, sich am Projekt für den Bau von Wohnungen zum NULLKOSTENPREIS zu beteiligen? Diese beiden Länder können wie die übrigen Länder der Welt das Projekt eigenständig durchführen.

Diejenigen Personen, die mit diesem Projekt einverstanden sind, können dazu beitragen, es publik zu machen, indem sie die Webadresse "globalizarlavivienda.org" weiterempfehlen. Aber diese Bemühungen anderer Personen und die
Unterstützungsschreiben, die ich erhalte, sind unzureichend und führen zu keinen Ergebnissen. Der zweite Teil des Kapitels "Eine Herausforderung für die Europäische Union" richtet sich an die 12 EU-Kandidaten. Um diesen zwölf Ländern den Inhalt dieser Website nahe zu bringen, ist Hilfe nötig. Der Inhalt kann direkt an Regierungen, Botschaften, Konsulate und den Medien weitergegeben werden. Es wäre ideal, wenn ein oder mehrere Medien oder NGOs die Schirmherrschaft übernehmen würden, um dieses Projekt zu verbreiten, das den Staaten, die es umsetzen, so viel Gewinn und der internationalen Gemeinschaft der Privatbürger die elementarste Hilfe bringen kann. Wichtig ist, dass das Projekt durchgeführt wird, da es zum NULLKOSTENPREIS eine große Anzahl an Arbeitsplätzen und bedeutende Finanzmittel ohne Verschuldung schafft.

Dies ist ein Notruf an das globale Gewissen zur Bekämpfung der Armut und zur Errettung von Millionen von Menschen vor dem Tod durch Hunger und Alleingelassensein. Es wird nichts verlangt, es entstehen keinerlei Kosten. Es geht nur darum, dass die Länder die Arbeit organisieren, die sie nicht einmal bezahlen müssen.

Francisco Montaner


Wohnraum zum nullkostenpreis globalisieren